Wegekreuze


Herr, dreieiniger Gott

Wir bitten in dieser
friedlosen Zeit um den Frieden!

Für die Welt und ihre Völker.
Für die Länder und ihre Menschen.
Für uns selbst und unsere Herzen.

Dazu segne uns Gott der Allmächtige,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

 

 

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hcglux @ outlook.com

 

Die Sonne badet genüsslich im Wasser des kleinen Sees. Tausend irisierende Tröpfchen erscheinen wie farbige Bildchen in einem Kaleidoskop von bunten Spiegeln. Die feine Rahmung ergibt sich aus dem bewachsenen Uferrand, Simsen und Binsen strecken ihre grünen Stängel aus dem Wasser heraus, Insekten aller Arten bevölkern deren schmale Blättchen, die sich sanft im Winde bewegen.

Der Versuch, das Bild der Sonnenscheibe mit der Hand ergreifen zu können ist eine wahnwitzige Vorstellung. Wer könnte den hellen Sonnenglanz auf dem Wasser ergreifen, denn indem er sie zu erfassen sucht, verschwindet sie in der Unendlichkeit der Tiefe, bricht sich in Kaskaden des Lichts, ohne ihre Gestalt wieder anzunehmen.

Das Unterfangen ist zum Scheitern verurteilt, der Blick beruhigt sich erst wieder, als die Sonne wiederum auf dem Wasser spiegelnd, das alte Bildnis wiederherstellt. Sonnenlicht auf dem klaren Wasser, unangreifbar und dennoch stets vorhanden. Welch eine Verbundenheit der Elemente in der Natur.

Ein Wasserläufer zieht seine Bahn auf der Oberfläche, ohne dabei das Bild der Sonne zu zerstören. Mit seinem minimalen Gewicht schafft dieses Geschöpf etwas, das niemand kopieren kann, weil es die Oberflächenspannung des Wassers für seine Fortbewegung ausnutzt.

Das Bild der Sonne spiegelt sich noch so lange auf der Wasseroberfläche, wie die Sonne selbst ihre Reise fortsetzt. Wenn sie den Horizont erreicht, nimmt sie dabei ihr Spiegelbild mit sich, so wie sie auch das Licht in Dunkelheit verwandeln wird.

Der Wind frischt ein wenig auf, das Spiegelbild verzerrt sich nun in vielen Kräuselungen zu einem wirren Durcheinander von Linien und Punkten, verteilt sich über den ganzen Wasserspiegel. Viele Spiegelbilder konkurrieren nun auf der Fläche des kleinen Sees, vereinigen sich zu einem großen Etwas um kurz darauf wieder als eine Einheit die Wasserfläche zu beleben.

Der See ist lebendig in seiner Schönheit, er zeigt in der Verbindung mit dem Sonnenglanz die Vereinigung der Elemente in höchster Vollendung. Beides miteinander verbinden zu können bleibt ein nicht erfüllbarer Wunschtraum des Menschen. Warum auch?

Gerade die Rätsel der Natur bringen uns doch dem Schöpfer nah. Man darf manches nur erahnen, denn wer alles weiß, hat nichts mehr, von dem er träumen kann.

ufer_097

Sonne, Wasser, Schattenspiele, die Natur schenkt uns unentgeltlich, ohne etwas dafür zu verlangen, Schönheit und Vollkommenheit in reichem Ausmaß. Wir müssen uns nur in der Hektik unseres Lebens ein wenig Zeit nehmen, um dieses zu erkennen.

Ein Blick in unsere Gärten oder öffentliche Parks offenbart uns doch all das, wovon der Mensch träumt. Hat man nicht schon oft dem Gaukeln der Schmetterlinge an einem herrlichen Sommertag nachgeschaut? Den Hummelflug bewundert, wie diese reichlich schweren Insekten mit relativ kurzen Flügeln trotzdem lange Strecken zurücklegen können? Diese kleinen Wunder der Natur bringen uns doch dem näher, dem wir einst selbst entstanden sind.
Kennst du die sanften Wellenbewegungen eines Kornfeldes, das sich bei leichtem Wind wie eine Meeresdünung verhält und einen leichten Schleier über sich breitet, der durch Bestäubung hervorgerufen wird? Wenn du das einmal sahst, kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Die Sonne, das Wasser, die Luft - das sind die Lebensspender unserer Welt! Mag man darüber streiten, was zuerst da war: Das Ei oder die Henne - was ändert das am Leben? Mag der Eine auf die Religion schwören, während der Andere die Naturwissenschaften bemüht - was ändert es daran, dass unsere Welt schön ist, dass sie tausend Wunder aufweist, die wir schon nicht mehr wahrnehmen!

Vergessen wir letztlich eines nicht dabei: Diese unsere schöne, natürliche, einmalige Welt ist dabei, zugrunde zu gehen.
Und daran ist nicht die Sonne schuld und nicht das Wasser und nicht die Luft, sondern ganz allein der Mensch!

Im 1.Buch Mose heisst es: Machet Euch die Erde untertan. Das ist Verantwortung in höchster Potenz. Ob wir nun Atheisten sind oder einer Religion angehören, ob wir Schwarz sind oder Weiss!
Eine zweite Erde haben wir nicht in Reserve ...