Vorwort.
    Dies sind Spuren einer verlorenen Kindheit; sie zeugen von Begeisterung und Glück, Trauer, Not, Elend und Hoffnung ...
Der Autor, also ich, wurde 1934 in Stolp/Pommern, (heute Slupsk) geboren, in einer Zeit, die noch heute grausige Erinnerungen wachruft. Die hier vorliegenden Erzählungen beruhen nur auf eigenem Erleben. Wenn weitgehends dennoch nicht die ICH-Form gewählt wurde, hat das einen besonderen Grund: Ich möchte nicht, dass diese Erzählungen personalisiert werden, sondern dass der Leser den Eindruck frei erfundener Geschichten haben kann.
Soweit Personennamen erwähnt wurden, habe ich diese verändert.
     Es sind Erfahrungen eines Zeitzeugen aus unmenschlicher Zeit, über 70 Jahre her und doch wert, darüber nachzusinnen. Es wird viel geschrieben über diese Zeit. Aber der größte Teil beschreibt diese Zeit nur aus zweiter Hand! Ich jedoch war dabei, ungeschminkt und nicht vorher “gecasted”, ein Lebensabschnitt, aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv.
    Und es gab Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflusst haben, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die eigentlich mein frühes Jugendleben ausmachen. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.
     Wen interessiert das? Wahrscheinlich nur mich selber. Aber es ist für mich auch eine Aufarbeitung von Ereignissen, die damals verdrängt wurden und zum Teil heute nur noch rekonstruierbar sind. Ich war elf Jahre alt, aus meiner alten Heimat in Ostpommern vor den brutalen und unmenschlichen Folgen eines Krieges geflohen, den meine Generation nicht verschuldet hatte und für die wir trotzdem bezahlen mussten und es zum Teil psychologisch heute noch tun.
    Immerhin: Ich war am Leben geblieben, trotz aller unbarmherzigen und schauderhaften Erlebnisse war doch die Hoffnung und die Erwartung auf eine bessere Zukunft mit in diese meine neue Heimat eingezogen.
Von diesem vorigen und dem Anfang eines neuen Lebens möchte ich einige Episoden erzählen. Aufgrund meines Lebensalters erlaube ich mir auch, die Wahrheit zu sagen und nicht vornehm alles zu verdrängen, was damals - und auch heute wieder - nicht zur Sprache kommen durfte!

 

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